Ich beziehe immer alles auf mich!
- Christina Bartels
- 18. Feb. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Schuldgefühle loslassen kann manchmal gar nicht so einfach sein.
Zu Unterscheiden, was das eigene ist und was nicht, kann gelernt werden, wie alles.
Ein falsches Wort, eine Nachricht auf dem Handy, ein Tonfall, der Dir nicht gefällt-
und Du weißt, dass Du gemeint bist bzw. etwas falsch gemacht hast.
Die Ursprünge liegen oftmals ganz woanders als in diesem Moment oder Vorfall.
Das spürst Du, doch was ist zu tun, anstatt Dich bis über beide Ohren schuldig zu fühlen und Dir nicht ständig sagen zu müssen, ich beziehe alles ständig auf mich.
Doch nochmal einen Schritt zurück. Woher können Schuldgefühle stammen?
In der Kindheit und Jugend spielen Eltern und Lehrer*innen eine wichtige Rolle. Wurde diese Rolle sehr rigide ausgeführt, kann es sein, dass ein Knd zwar lernt, was richtig und was falsch ist, jedoch Ängste und Schuldgefühle entwickelt, sollte man gegen diese Regeln (auch noch als erwachsene Person) verstoßen.
Das Gleiche gillt für gesellschaftliche Normen- auch hier können Schuldgefühle auftauchen, sollte man entgegen dieser Regeln handeln.
Persönliche Standards und Glaubenssätze: Das tut man nicht! Das tue ich nicht! Sollte gegen die eigenen Regeln verstoßen werden, kann auch hier ein Gefühl der Schuld auftauchen
Bestimmte Beziehungsdynamiken in zwischenmenschlichen Beziehungen können dazu führen, dass man sich ständig verantwortlich fühlt für die Mitmenschen.
Last but not least: Der gute alte Perfektionismus führt dazu, dass Schuldgefühle unangemessen und übertrieben wirken können.
Unter dem Strich bleibt immer wieder übrig: Die Absicht ist positiv, die Auswirkung manchmal verheerend. Schuldgefühle richten nicht nur psychischen und physischen Schaden bei der betroffenen Person an, sondern auch das Umfeld ist enorm involviert.
Was ist also zu tun? Achtsamkeit und zu bemerken, dass man alles auf sich bezieht und sich mal wider schuldig fühlt ist der erste Schritt.
Die kognitive Verhaltenstherapie hat beispielsweide die ABCDE Methode entwickelt.
A- wie Auslöser : was sind die negativen Gedanken genau?
B - wie Believe: was ist der Glaubenssatz, der dahinter steckt?
C- wie Consequence :was sind die Konsequenzen für das Verhalten?
D- Disput- Fordere die Glaubenssätze heraus- Gibt es auch gegenteilige Sichtweisen?
E- Ersetze den negativen Glaubenssatz durch eine positivere Alternative
Damit der Körper bei all diesen Fragen auch involviert ist, schaue Dir folgendes Video an.
Ich gehe auf das Prinzip Viveka (Sanskrit=Unterscheidungskraft) ein, was uns dabei unterstützt zu unterscheiden, was unsere Baustelle ist und was nicht.



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